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"NEUES AUS DEM LANDTAG" AUSGABE NR. 112

Liebe Leserin, lieber Leser,

hinter uns liegt ein schwieriger Wahlsonntag in Sachsen‑Anhalt – und ein weiterer in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin liegt vor uns. Das Ergebnis beunruhigt viele von uns und wird uns weiter beunruhigen. Und wie fast immer werden „personelle Konsequenzen“ gefordert. Sachfragen werden gern zu „Personalfragen“ gemacht – weil es immer einfacher ist, schnell einen „Sündenbock“ zu definieren, der geopfert werden muss. Die Sachfragen sind damit noch lange nicht gelöst.

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat dazu beim Sommerfest der CDU-Fraktion in der vergangenen Woche gesagt: „Wenn wir heute vorschnell Antworten geben, wären sie vermutlich nicht glaubwürdig.“ Genau darum geht es jetzt: Wir dürfen nicht in schnelle Reflexe verfallen, sondern müssen ehrlich nachdenken. Unsere Demokratie braucht Stabilität.

Mit diesem ersten Newsletter nach der Sommerpause möchte ich genau daran anknüpfen: Wir müssen weiter genau zuhören - was die Menschen wirklich umtreibt, wo Sorgen und Frust entstehen. Und wir müssen Menschen auch unbequeme Wahrheiten sagen und erklären – aber so, dass sie sie verstehen und spüren, dass es nicht darum geht, ihnen kurzfristig zu schaden, sondern langfristig zu helfen. Nur mit einer starken Wirtschaft und sicheren Arbeitsplätzen bleibt unser Staat handlungsfähig. Das ist die Voraussetzung, um auch denjenigen zu helfen, die auf unsere Unterstützung angewiesen sind.

Die verbreitete Stimmung ist nicht gut für unsere Demokratie. Umso wichtiger ist es, mit Besonnenheit und Klarheit gegenzuhalten. Dieser Newsletter soll deshalb wieder nicht nur informieren, sondern ausdrücklich zum Gespräch einladen. Ich freue mich über Rückmeldungen dazu, wo Handlungsbedarf gesehen wird, was als gelungen wahrgenommen wird und an welchen Stellen aus Ihrer Sicht andere politische Schwerpunkte gesetzt werden sollten.

Gute Politik entsteht nicht im eigenen Echo-Raum, sondern im ehrlichen Austausch mit den Menschen, für die wir, und ich in meinem Wahlkreis, arbeiten.

 

DIESE WOCHE IM PLENUM

 
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Haushalt 2027: Sicherheit stärken, in die Zukunft investieren, Kommunen entlasten

Zu Beginn des Plenums stellte Finanzminister Dr. Marcus Optendrenk den Entwurf für den Haushalt 2027 vor und machte deutlich, wie Nordrhein-Westfalen in schwierigen Zeiten Kurs hält. Trotz böser Sabotageakte gegen unsere Infrastruktur, zunehmender Cyberangriffe und einer schwachen wirtschaftlichen Entwicklung setzt unsere Landesregierung mit Hendrik Wüst auf gezielte Investitionen und Modernisierung.

Mit einem Gesamtvolumen von rund 115,5 Milliarden Euro und einer Investitionsquote von knapp 12 Prozent – so hoch wie nie zuvor – legen wir den Schwerpunkt auf das, was unser Land stark macht: Sicherheit, Bildung, Infrastruktur und kommunale Handlungsfähigkeit bleiben weiter unsere Schwerpunkte.

44,4 Milliarden Euro fließen in „Kinder, Bildung und Jugend“, 7,1 Milliarden Euro in die innere Sicherheit, unter anderem mit mehr Stellen bei der Polizei. Mit dem NRW-Plan für gute Infrastruktur starten wir das größte Investitionsprogramm in der Geschichte unseres Landes: 60 Milliarden Euro über zwölf Jahre für Kitas und Schulen, Verkehrswege, Gesundheitsversorgung, Digitalisierung, Sport, Wirtschaft und Wissenschaft.

Besonders wichtig ist mir, dass unsere Städte und Gemeinden spürbar gestärkt werden. Erstmals seit über 50 Jahren erhöhen wir den Verbundsatz – also den Anteil der Kommunen an den Steuereinnahmen – auf 23,5 Prozent. Das sind gut 300 Millionen Euro mehr. Wir entlasten die Kommunen durch die Übernahme von rund 9 Milliarden Euro Altschulden. Das schafft vor Ort neuen Spielraum für Investitionen und Gestaltung.

Das geht diesmal leider nicht ganz ohne neue Schulden. Viele Jahre wirtschaftliche Flaute wirken sich auf die Steuereinnahmen negativ aus. Das wollen wir ausgleichen. So verbinden wir Gestaltungskraft mit Verantwortung.

Gesetzentwurf der Landesregierung Drucksache 18/21000

Mehr dazu hier: Finanzplanung 2026 bis 2030 Vorlage 18/5405

 
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Starker Rechtsstaat NRW

NRW braucht einen starken Rechtsstaat, auf den sich die Menschen verlassen können: Verfahren dürfen nicht jahrelang dauern, Straftaten müssen konsequent verfolgt werden, der Zugang zum Recht muss erreichbar sein. Genau darum geht es beim neuen „Pakt für den Rechtsstaat“, den Bund und Länder vereinbart haben und den wir in Nordrhein-Westfalen jetzt entschlossen umsetzen.

Bis 2029 stellt der Bund zusätzliche Mittel für neue Richter- und Staatsanwaltsstellen sowie für die Digitalisierung der Justiz bereit. Damit stärken wir gezielt die Justiz in NRW: Staatsanwaltschaften werden entlastet, Verfahren sollen schneller vorankommen, Gerichte und Servicebereiche erhalten mehr Unterstützung - ein starker Rechtsstaat braucht die ganze Verfahrenskette.

Ein Schwerpunkt ist die Digitalisierung: Der Datenaustausch zwischen Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichten wird verbessert, digitale Zugänge zur Justiz für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen sollen leichter nutzbar sein. Dabei geht es um Praxistauglichkeit, Sicherheit und Barrierefreiheit.

Mehr dazu hier:
Antrag der Fraktion der CDU und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Drucksache 18/21203

 

Entlastung für Kommunen und Bürger: Gemeingebrauch rechtssicher stärken

Gemeingebrauch bedeutet, dass öffentliche Flächen und Einrichtungen - etwa Parks, Wege, Schulhöfe oder Uferbereiche - von allen Bürgerinnen und Bürgern zur Erholung, zum Sport oder zum Aufenthalt genutzt werden können.

Immer mehr Kommunen verzichten allerdings aus Sorge vor hohen Haftungsrisiken darauf, der Allgemeinheit unentgeltlich Einrichtungen wie Parkbänke, Schulturnhallen oder bestimmte Flächen zur Erholung zur Verfügung zu stellen. Mit dem neuen Gemeingebrauchsgesetz schaffen wir hier Entlastung. Wenn Städte, Kreise oder Landschaftsverbände solche Angebote freiwillig und kostenlos bereitstellen, gilt künftig der Grundsatz „Nutzung auf eigene Gefahr“ für die typischen, allgemeinen Lebensrisiken. Die Kommunen bleiben weiter verpflichtet, ihre Anlagen ordentlich zu betreiben und übliche Sicherheitsstandards einzuhalten, wobei nicht vorhersehbare, atypische Gefahren weiterhin haftungsrelevant bleiben.

Die neuen Regeln schaffen rechtssichere Spielräume, stärken die Lebensqualität vor Ort und verteilen Verantwortung fair zwischen Staat und Bürgern.

Mehr dazu hier:
Gesetzentwurf der Landesregierung
Drucksache 18/21224

 
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Bildung im Fokus: PISA-Studie und INSM-Bildungsmonitor

Die jüngsten Ergebnisse der PISA-Studie 2025 und des INSM-Bildungsmonitors 2026 sind alarmierend, aber nicht neu. Sie bestätigen uns darin, dass die Bildungspolitik ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Politik bleiben muss.

Die Analysen der Studien bestätigen unsere Ansätze. Es beginnt mit einer besseren frühkindlichen Bildung in der Kita und der Stärkung der Basiskompetenzen wie Sprachförderung vor und zu Beginn der Schule. Wir halten nicht nur Kurs, wir erhöhen das Tempo. Erfolge zeigen sich hier aber nicht nach Jahren, sondern eher nach Jahrzehnten.

Das gilt insbesondere für die Schere zwischen Schülerinnen und Schülern aus sozial benachteiligten und privilegierten Familien. Hier bleiben zunächst die Familien in der Pflicht und wir bleiben in der Pflicht, Kindern gerade dort zu helfen, wo sie nicht ausreichend Hilfe in der Familie oder ihrem Umfeld bekommen. Familien stark machen, damit sie immer weniger auf den Staat angewiesen sind – das muss unser Ziel bleiben.

In dieser Plenarwoche haben wir deshalb im Landtag Nordrhein-Westfalen auf Antrag der Opposition (SPD und FDP) eine Aktuelle Stunde zur Bildungspolitik durchgeführt, um die PISA-Ergebnisse und den Bildungsmonitor offen zu beraten und politische Schlussfolgerungen zu ziehen.

Konkret setzen wir drei Schwerpunkte:

  • Basiskompetenzen stärken – von Anfang an
    In NRW stärken wir vor und in der Schule die Basiskompetenzen durch verbindliche Standards, bessere Diagnostik und gezielte Förderung. Entscheidend ist, was im Klassenraum ankommt: gute Lehrkräfte, klare Ziele, verlässliche Strukturen.
  • Chancengerechtigkeit und Leistung zusammendenken
    Mit dem Schulsozialindex und zusätzlicher Unterstützung für Schulen in schwieriger Lage konzentrieren wir Ressourcen dort, wo die Herausforderungen besonders groß sind. Schwächere Kinder sollen bessere Förderung erhalten, ohne dass wir den Leistungsanspruch absenken.
  • Systematische Schul- und Unterrichtsentwicklung vorantreiben
    Der „Schulkompass NRW 2030“ setzt auf klare Qualitätsziele, verbindliche Entwicklungsprozesse und eine Ausrichtung auf Kompetenzzuwachs. Digitalisierung und moderne Lernformen nutzen wir dort, wo sie nachweislich Unterricht und individuelle Förderung verbessern - mit geeigneter Ausstattung und qualifizierter Lehrerausbildung.

Wir setzen den begonnenen Kurs hin zu einem starken, gerechteren und zukunftsfähigen Bildungssystem in NRW fort, das allen Kindern und Jugendlichen echte Aufstiegschancen eröffnet.

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Digital vernetzte Pflegeversorgung

In dieser Woche haben wir im Landtag einen wichtigen Schritt für eine bessere Pflegeversorgung gemacht. Ziel ist es, digitale Möglichkeiten zu nutzen, um pflegebedürftige Menschen besser zu versorgen, unnötige Krankenhauseinweisungen zu vermeiden und Pflegekräfte wie pflegende Angehörige zu entlasten.

Heute ist die Zusammenarbeit zwischen Pflegeeinrichtungen, Hausarztpraxen und weiteren Akteuren oft noch zu umständlich: viel Telefon, viel Papier, keine einheitlichen Abläufe.

Deshalb setzen wir auf:

  • Digitale Kommunikation: Medizinische Informationen sollen über die Telematikinfrastruktur sicher und schnell übermittelt werden.
  • Strukturierte Ersteinschätzung & Telemedizin: Klare Abläufe und telemedizinische Beratung helfen, die passende Versorgungsebene zu finden – von der Beratung bis zur Notfallversorgung.
  • Pilotprojekte mit Versorgungstandems: Jeweils eine Pflegeeinrichtung und eine Hausarztpraxis erproben verbindliche digitale Versorgungsprozesse.
  • Weiterbildung für Pflegefachpersonen: Sie werden gezielt befähigt, strukturierte Ersteinschätzungen vorzunehmen und die richtigen Versorgungsschritte einzuleiten.
  • Einbindung pflegender Angehöriger: In einem weiteren Schritt werden sie in die digitalen Prozesse einbezogen.

Mir ist wichtig, dass die Digitalisierung im Gesundheitswesen konkret bei den Menschen ankommt und Vertrauen schafft. Für weitere Anregungen bin ich dankbar.

Mehr dazu hier:
Antrag der Fraktion der CDU und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Drucksache 18/21205

 
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Gedenken an Ingeborg Friebe

Sie war nicht nur langjährige ehrenamtliche Bürgermeisterin der Stadt Monheim am Rhein, sondern von 1990 bis 1995 auch die erste Präsidentin des Landtags Nordrhein-Westfalen. Am Ende der Plenarwoche haben Landtagspräsident André Kuper und der SPD-Fraktionsvorsitzende Jochen Ott in einer Gedenkstunde bewegende Worte für diese bedeutende Sozialdemokratin gefunden. Ott zitierte zum Schluss aus ihrer Rede von 1993 anlässlich des 60. Jahrestages der nationalsozialistischen Machtergreifung.

In der anschließenden Plenarsitzung hat ein AfD-Abgeordneter aufgrund unsäglicher Aussagen, die den Nationalsozialismus erneut relativierten, mehrere Ordnungsrufe des Präsidenten erhalten. Für mich ist das Anlass, das Zitat aus der Rede von Ingeborg Friebe zu wiederholen und zu erweitern:

„Wer die Demokratie als unverzichtbar für die Würde des Menschen betrachtet, wer für den Grundsatz ‚keine Freiheit zur Abschaffung der Freiheit‘ plädiert, der muss die Gegner der Freiheit als solche behandeln und bekämpfen. Wir sind gewillt, unsere Demokratie zu verteidigen. Unsere Stärke und unsere Entschlossenheit aber sind davon abhängig, dass wir nicht das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger verspielen. Dass wir nicht kurzfristiger Effekte und parteipolitischer Vorteile wegen das Ansehen unserer demokratischen Institutionen schädigen, sondern uns bei allen Kontroversen in der Sache stets unserer demokratischen Gemeinsamkeiten bewusst bleiben.“

Der Landtag hat dies heute über alle demokratischen Fraktionen hinweg getan. Ich freue mich darüber und bin stolz darauf!

 

WEITERES AUS DEM LAND UND DEM LANDTAG

 
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Bergische CDU-Abgeordnete auf Sommertour

Drei Tage lang war ich gemeinsam mit den bergischen CDU-Abgeordneten in unserer Heimatregion unterwegs. Die Sommertour führte von Solingen über Velbert und über Wülfrath nach Heiligenhaus und schließlich bis nach Düsseldorf und Mettmann. Ziel war, vor Ort zu erleben, was das Bergische Land stark macht, und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die unsere Region Tag für Tag am Laufen halten.

Zum Auftakt führte eine Wanderung vom Müngstener Brückenpark entlang der Wupper zur Unterburg von Schloss Burg. An der Müngstener Brücke wurde deutlich, welches Potenzial im industriellen Erbe und in der touristischen Strahlkraft des Bergischen Landes steckt. Auf Schloss Burg tauschten wir uns mit dem Vorstand der touristischen Kooperation „Die Bergischen Drei“ über regionale Tourismusstrategien und Vermarktungsfragen aus. Weitere Stationen waren der Mariendom in Velbert-Neviges, die größte Wallfahrtskirche im Erzbistum Köln, sowie Schloss Hardenberg, wo Velberts Beigeordneter Jörg Ostermann Ideen für ein künftiges „Erlebniszentrum Natur“ und die touristische Entwicklung des Areals vorstellte.

Die Besuche bei Henkel in Düsseldorf und bei Lhoist Rheinkalk in Wülfrath haben eindrucksvoll gezeigt: Das Bergische Land ist ein wirtschaftliches Kraftzentrum. Überall standen ähnliche Fragen im Mittelpunkt: Wie gewinnen wir genügend Fachkräfte? Wie bleiben Energiekosten bezahlbar? Wie schaffen wir verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen?

Wie wichtig gute Verkehrswege sind, zeigt der A44-Lückenschluss bei Heiligenhaus: kürzere Wege für Pendler, sichere Planung für Logistik und weniger Durchgangsverkehr in den Ortskernen. Verlässliche Infrastruktur ist die Basis für die wirtschaftliche Zukunft unserer Region.

Unser Fazit: zuhören, verstehen, gemeinsam anpacken – für ein starkes Bergisches Land.

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Besuch der Senioren-Union Heiligenhaus im Landtag

Am Rande des Plenums konnte ich stellvertretend für meinen CDU-Fraktionskollegen Dr. Jan Heinisch eine Besuchergruppe der Senioren-Union Heiligenhaus mit ihrem Vorsitzenden Manfred Gries zum gemeinsamen Austausch empfangen. Zuvor hatte die Gruppe von der Besuchertribüne des Plenums aus eine Debatte zur Zukunft unserer Innenstädte verfolgt – für mich war diese Debatte ein gutes Beispiel für eine konstruktive Auseinandersetzung, in der in der Sache hart gerungen wird, ohne dass es zu Polarisierung und Spaltung kommt.

In unserer anschließenden Diskussion haben wir intensiv über die aktuelle politische Lage sowie die Debattenkultur in unserem Parlament gesprochen. Es war mir eine große Freude, mit der Senioren-Union aus meinem Nachbarwahlkreis und ihren so aktiven und interessierten Mitgliedern ins Gespräch zu kommen.

 
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Metropolregion Rheinland: Herausforderungen der Verkehrsinfrastruktur

Schon vor Beginn des Plenums befassten wir uns am Freitagmorgen intensiv mit dem Straßen-, Schienen- und Wasserstraßennetz im Rheinland. Aufgeschobene Infrastrukturmaßnahmen belasten immer zukünftige Generationen – wir spüren deshalb heute überall die Versäumnisse von gestern.

Ein wesentlicher Schwerpunkt war die Frage, wie Investitionen und Baustellen zeitlich besser aufeinander abgestimmt werden können, um zusätzliche Verkehrshindernisse zu vermeiden. Bei der Vielzahl der Beteiligten ist dieser Koordinationsaufwand kein Pappenstiel. Umso wichtiger ist es, dass sich Verantwortliche aus Bund, Land und Kommunen zusammensetzen und beim Thema Brückenbau an einem Strang ziehen.

Nordrhein-Westfalen ist nicht nur dicht besiedelt, sondern auch ein zentrales Transitland. Deshalb braucht es hier einen besonderen Fokus auf den Erhalt und den Ausbau unserer Verkehrswege. Ganz ohne Beeinträchtigungen wird es dabei nicht gehen – Baustellen bedeuten zunächst immer auch Staus. Aber wenn die Menschen sehen, dass es sichtbar vorangeht, entsteht daraus eine berechtigte Hoffnung auf eine modernere und verlässlichere Infrastruktur.

 
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Landesregierung übernimmt knapp neun Milliarden Euro Altschulden

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat die Übernahme der Hälfte der kommunalen Liquiditätskredite abgeschlossen. Alle 167 Städte und Gemeinden sind entlastet: Fast neun Milliarden Euro an Kreditschulden übernommen, insgesamt 586 Verträge. Das Programm ist damit vier Monate früher als gesetzlich vorgesehen umgesetzt.

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Finanzamtsbriefe: Klare Sprache für alle

Mehr als 730 Textbausteine der Finanzverwaltung sind überarbeitet worden. Das Ziel: verständlich erklären, worum es in einem Schreiben geht. Das Bund-Länder-Projekt wurde auf Initiative des Landes eingerichtet und gemeinsam mit dem Bund geleitet.

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Polizei: Nachwuchs für die Sicherheit

Sicherheit braucht Menschen: Zum 1. September haben rund 2.600 Frauen und Männer ihr duales Studium bei der Polizei begonnen. In den kommenden drei Jahren wechseln sich Theoriephasen mit praktischen Ausbildungsabschnitten ab und bereiten sie auf den Dienst in Uniform vor.

Der Weg zur Polizei steht dabei nicht nur Abiturientinnen und Abiturienten offen. Auch mit mittlerem Schulabschluss gibt es eine Perspektive: An 15 Berufskollegs können Schülerinnen und Schüler an der „Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung, Schwerpunkt Polizeivollzugsdienst“ die notwendige Fachhochschulreife erwerben – als Grundlage für das Polizeistudium.

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Hitzeschutz: Förderprogramme in Höhe von rund 287 Millionen Euro

Als direkte Konsequenz handelt die Landesregierung entschlossen und will zwischen 2027 und 2030 Mittel in Höhe von 286,6 Millionen Euro im Rahmen von drei Förderprogrammen bereitstellen, um Menschen in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und der eigenen Häuslichkeit bei zukünftigen Hitzewellen besser zu schützen. Diese umfassen Klimatisierungsmaßnahmen in öffentlichen Einrichtungen und gezielte Arbeit in den Kommunen für die Menschen vor Ort. Flankiert werden die Maßnahmen des Landes durch eine Förderung der SozialstiftungNRW in Höhe von 20 Millionen Euro für die Klimatisierung in Einrichtungen der Eingliederungshilfe.

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Cooles Nordrhein-Westfalen

Wetter kann man nicht planen - Städte aber schon. Der Schutz vor Hitze ist zu einer zentralen Aufgabe moderner Stadtentwicklung geworden. Deshalb handeln wir. Das Bauministerium, die Stadt Köln und die Zurich Gruppe starten gemeinsam das Modellvorhaben „Cooles Nordrhein-Westfalen“.

International erprobt, wird es jetzt in Nordrhein-Westfalen umgesetzt: Die Zurich Gruppe Deutschland bringt ihre weltweiten Erfahrungen aus Klimarisiko- und Nachhaltigkeitsprojekten in das Modellvorhaben ein. Rund 1.000 Risikoingenieurinnen und -ingenieure sowie Klimaexpertinnen und -experten arbeiten für Zurich unter anderem mit dem Madrid City Council an Maßnahmen gegen extreme Hitze und mit dem London Borough of Camden an der Bewertung kommunaler Klimarisiken. Diese Expertise fließt nun erstmals gezielt in die Stadtentwicklung in Nordrhein-Westfalen ein.

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Förderprogramm Amateurmusik

Das Sonderprogramm „Innovation und Zukunftsfähigkeit in der Amateurmusik“ unterstützt Vereine und Verbände mit knapp 700.000 Euro. Musik verbindet und schafft als universelle Sprache Gemeinschaft – gerade in ländlichen Räumen, wo Amateurmusik oft den wichtigsten Zugang zu Kultur bietet.

Das Land setzt dabei auf die fachliche Expertise des Landesmusikrats NRW mit seinen rund 137.000 Mitgliedern. Das Sonderprogramm ergänzt die bestehende Förderung der Bildungs- und Projektarbeit der Verbände und Vereine in Höhe von 1,7 Millionen Euro jährlich. Insgesamt fördert das Ministerium für Kultur und Wissenschaft die Amateurmusik mit rund 7,9 Millionen Euro pro Jahr.

Bewerbungen sind ab sofort an den Landesmusikrat NRW unter diesem Link möglich.

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NRW sucht die schönsten Naturfotos

Das Umweltministerium und die Nordrhein-Westfalen-Stiftung richten auch in diesem Jahr wieder den Fotowettbewerb „Unsere Heimat – wertvolles Naturerbe in Nordrhein-Westfalen“ aus. Gesucht werden Aufnahmen der Naturschätze unseres Landes – von Tieren und Pflanzen bis zu besonderen Landschaften. Zwölf Fotos werden für einen großformatigen Wandkalender 2028 ausgewählt.

Der Wettbewerb soll das Naturerbe Nordrhein-Westfalens stärker ins Bewusstsein rücken und den Blick für die Vielfalt vor der eigenen Haustür schärfen. Die Preise reichen von 1.200 Euro für den ersten Platz über 800 und 500 Euro bis zu neun weiteren Prämierungen mit jeweils 300 Euro. Voraussetzung: Die Bilder müssen in Nordrhein-Westfalen und im Querformat aufgenommen sein.

Ab sofort können bis zu vier Fotos pro Person ausschließlich online eingereicht werden; der Wettbewerb läuft ein Jahr.

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Teilnahmebedingungen und Link zum Upload hier: www.fotowettbewerb.nrw.de

 
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Parlamentsnacht am 9. Oktober 2026

Zum 80-jährigen Bestehen des Landtags Nordrhein-Westfalen lädt das Parlament zu einer Festwoche im Zeichen der Demokratie ein. Höhepunkt ist die Parlamentsnacht am Freitag, 9. Oktober 2026, von 17 bis 23 Uhr.

Unter dem Motto „Demokratie erleben!“ öffnet der Landtag seine Türen: Gäste können im Plenarsaal auf den Sitzen der Abgeordneten Platz nehmen, mit allen fünf Fraktionen ins Gespräch kommen und ein vielfältiges Programm mit Musik, Talks und Magie erleben. Ein besonderes Highlight ist die Charity-Versteigerung internationaler Gastgeschenke. Der Eintritt ist frei!

Um Anmeldung per Mail an Martin Sträßer (martin.straesser@landtag.nrw.de) wird bis 28. September gebeten.

 

FÜR DEN UND AUS DEM WAHLKREIS

 
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150 Jahre Evangelische Kirche Düssel

Bei diesem Festwochenende stand nicht die Kirchengemeinde selbst im Mittelpunkt – sie besteht bereits seit über 350 Jahren. Rund 200 Jahre lang musste sie ohne eigenes Gotteshaus auskommen, bevor zwischen 1873 und 1876 die heutige Kirche errichtet wurde.

Nach der Reformation nutzte die Gemeinde zunächst zeitweise das katholische Kirchengebäude, später einen eigenen Kirchenraum in Gebäuden gegenüber der katholischen Kirche. Als dieser zu klein wurde, fiel schließlich die Entscheidung für den Bau der eigenen Kirche.

Zwar verzeichnen beide Gemeinden - auch in Düssel - seit einiger Zeit rückläufige Mitgliederzahlen, doch die ökumenische Zusammenarbeit funktioniert seit vielen Jahren gut. Umso bedauerlicher war es, dass die Verabschiedung von Diakon Anhut auf den Festsonntag gelegt wurde – beide Anlässe hätten es verdient, jeweils mit der ganzen Gemeinde gefeiert zu werden.

 

Ein Diakon für (fast) alle Fälle

Michael Anhut startete als Diakon in Erkrath, war viele Jahre in Mettmann und zuletzt 17 Jahre in Wülfrath tätig – nun ist er in den Ruhestand gegangen. Er hat bei vielen Menschen prägende Spuren hinterlassen, auch bei mir und meiner Familie: sein Umgang mit Menschen und seine Predigten vermittelten ein Bild von Kirche und Glauben, das gerade in schwierigen Zeiten zum Nachdenken anregte und gleichzeitig die Bindung an Glauben und Kirche stärkte.

Seinen Wunsch „keine Reden“ umging man kreativ: Aus Erkrath und Mettmann kamen musikalische Grüße, passend zu seiner großen Leidenschaft für Musik. Auch im Ruhestand bleibt er den Menschen verbunden und widmet sich besonders denen, die Hilfe dringend brauchen – ein Geschenk für viele. Vergelt’s Gott.

 

SCHLUSSWORT

 

In Velbert, Wülfrath und Mettmann finden derzeit viele Veranstaltungen statt, die Menschen zusammenbringen: Vereinsfeste, Stadt- und Straßenfeste, Bürgerdialoge und vieles mehr. Diese Begegnungen zeigen, wie stark das Engagement vor Ort ist und wie lebendig unser Gemeinsinn bleibt, gerade in herausfordernden Zeiten. Auch wenn ich persönlich nicht immer teilnehmen kann, macht mich das sehr froh und stimmt mich zuversichtlich.

Wir müssen alle Chancen gemeinsam nutzen, um das Miteinander in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft weiter zu stärken. Dafür werden weitere Projekte sichtbar: in unseren Schulen, in der Stadtentwicklung, beim Klimaschutz und in neuen Formen des Dialogs zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Wirtschaft und Politik. Viele Gespräche nehmen Fahrt auf, neue Ideen entstehen, gute Ansätze werden konkret.

Wenn das „Wir“ wieder stärker wird als das „Ich“, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Gehen wir ihn gemeinsam!

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Landtagsabgeordneter für Velbert, Wülfrath und Teile von Mettmann

 

Dieser Newsletter wird über die CDU-Kreisgeschäftsstelle auch an alle CDU-Mitglieder aus meinem Wahlkreis versandt, sofern eine Mailadresse vorliegt. Wer den Newsletter dann doppelt bekommt, bitte ich um Verständnis. Wer ihn nicht haben möchte, kann ihn natürlich auch abbestellen.

Impressum:
Büro Martin Sträßer MdL
Platz des Landtags 1
40221 Düsseldorf