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vom 13. Juni 2026 für die 25. Woche
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Das Quiz • Andere Zeiten erleben • Eine Frage, Frau Biasini... • Tipp der Woche • Leserinnenbild • Der andere Ort • Witz der Woche • Rückspiegel
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Liebe Leserin, lieber Leser,
am 4. Juli habe ich Geburtstag – und den möchte ich in diesem Jahr mal wieder feiern. Normalerweise lauten meine ersten Fragen in der Partyplanung: Wen will ich einladen, was soll es zu essen geben, haben wir genügend Stühle? In diesem Jahr ist das anders. In diesem Jahr gilt mein erster Blick dem Spielplan der Fussball-Weltmeisterschaft. »Runde der letzten 32«, lese ich für den 4. Juli. »Sieger aus 2. Gruppe A gegen 2. Gruppe B gegen Sieger aus 1. Gruppe F gegen 2. Gruppe C.« Uff! Ist Deutschland nicht Gruppe E? Ganz schön kompliziert, so ein Turnierbaum ...
Der Ball rollt wieder. Für gut fünf Wochen, in denen die Welt ein kleines bisschen verrückt spielt: Verabredungen mit Freunden bleiben vage (»nur, wenn Deutschland nicht spielt«), Bahnhöfe, Restaurants und Marktplätze werden zu Fanmeilen mit Großleinwand, Verkehrschaos und Hupkonzerte nach deutschen Siegen inklusive – und überhaupt scheint es nur noch dieses eine Gesprächsthema zu geben (und 80 Millionen Bundestrainer). Natürlich gibt es an der Weltmeisterschaft in Kanada, den USA und Mexiko auch weitaus schwerwiegendere Kritik: die Folgen für das Klima, die Kommerzialisierung des Turniers durch die FIFA, Trumps fragwürdige Einwanderungs- und Einreisepolitik. Wer den Fußball in diesen Wochen boykottiert und den Fernseher ausgeschaltet lässt, hat dafür also mehr als gute Gründe.
Aber bei sportlichen Großevents gibt es eben auch die andere Seite: Die ganze Welt schaut zu, wie Helden geboren werden, und leidet mit den tragischen Figuren. So eine WM erzählt Geschichten, ermöglicht Identifikation und schafft emotionale Verbundenheit. In 90 Minuten lässt sich mehr an Glück und Angst, an Hoffnung und Enttäuschung, an Freude und Scheitern erleben als sonst in ganzen Wochen oder Monaten. Vielleicht tut genau das manchem gerade gut.
Und nicht zuletzt ist die Fußball-Weltmeisterschaft eine große Chance. Es liegt in der Verantwortung der Teams, sie zu nutzen: Spieler und Trainer, die Idol- und Vorbildfunktion haben, können uns berührende Szenen schenken, deren Bilder um die Welt gehen und die zeigen, wie ein Füreinander und Miteinander in gegenseitigem Respekt, wie Völkerverständigung aussehen kann.
Wer sich einlässt auf diese Weltmeisterschaft, kann sich bewegen lassen. Mit Freunden, Familie und Snacks einen Fußballabend zelebrieren oder im Kollegenkreis ein Tippspiel organisieren. Auch ich möchte mich in diesem Jahr von der weltweiten Begeisterung anstecken lassen! Und für den 4. Juli halte ich auf jeden Fall Beamer und Leinwand bereit.
Übrigens: Von Heldinnen und Helden erzählt auch Cathérine Biasini im Interview in diesem Newsletter.
Ich wünsche Ihnen fröhliche und spannende Wochen und vor allem: gute Nerven!
Ihre
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Ulrike Berg Chefredakteurin Andere Zeiten e.V.
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DAS QUIZ
Welche dieser Sportarten kommt nicht in der Bibel vor?
A. Ringen B. Laufen C. Rudern D. Fußball E. Bogenschießen
(Für die Auflösung ganz nach unten scrollen)
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LESERINNENBILD DER WOCHE
»Strandliebe«
DANK AN BIRGIT BRATTIG
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TIPP DER WOCHE
Wenn Sie einen Fußballabend mit Freundinnen und Freunden veranstalten, werden Sie mit diesem Snack in Schwarz-Rot-Gold auf jeden Fall punkten!
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Sie brauchen:
500 g Mehl 1/2 Würfel frische Hefe 300 ml lauwarmes Wasser 1 Prise Zucker 2 TL Salz Olivenöl Meersalz Rosmarin 2 rote Paprika 1 Glas schwarze Oliven 1 Dose Mais
So geht´s:
Hefe mit lauwarmem Wasser und 1 EL Olivenöl verrühren. Das Mehl mit dem Zucker und Salz vermengen. Anschließend das Hefewasser dazugießen und alles etwa zehn Minuten verkneten. Teig zu einer Kugel formen und 45 Minuten ruhen lassen. Währenddessen die Oliven in kleine Scheiben und die Paprika in kleine Stücke schneiden. Mais abtropfen lassen. Eine ofenfeste Auflaufform (30 x 20 cm) mit Olivenöl einfetten und den Teig nach der Ruhezeit behutsam in die Form drücken. Anschließend 1-2 EL Olivenöl auf dem Teig verteilen und mit dem Finger einige Kuhlen hineindrücken, die bis zum Boden gehen. Teig mit Meersalz und Rosmarin würzen. Den Teig noch einmal 45 Minuten in der Form ruhen lassen und anschließend in drei gleich breiten Streifen von oben nach unten mit den schwarzen Oliven, den roten Paprikastücken und dem Mais belegen (siehe Foto). Ca. 30 Minuten bei 200 Grad backen. Guten Appetit!
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IM GESPRÄCH Eine Frage, Frau Biasini ...
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Was macht Helden und Heldinnen aus – und brauchen wir sie? Cathérine Biasini arbeitet im Historischen Museum der Pfalz in Speyer und hat die Ausstellung »Superheroes« kuratiert.
Was erwartet Besucher:innen in der Ausstellung?
»Superheroes« ist eine interaktive Ausstellung für die ganze Familie. Wir begegnen vor allem den Helden aus dem Universum der amerikanischen Comics und Filme von Marvel und DC, also zum Beispiel Superman und Wonderwomen. Die gibt es jetzt schon seit mehr als 80 Jahren, sie haben unser Bild vom Helden stark geprägt. Das Interesse an Superhelden ist groß: Mehr als 50 000 Menschen haben die Ausstellung seit Dezember 2025 schon besucht.
Was war Ihnen wichtig bei der Konzeption?
Das gemeinsame Erlebnis steht im Mittelpunkt. Besucher:innen können an einem digitalen Zeichentisch Cover von Comics selbst gestalten, zu Helden eines kleinen Filmes werden oder mithilfe eines Avatars ihre Superhelden-Kräfte testen. Uns war es aber auch sehr wichtig, die rund 300 Exponate in einen historischen Kontext zu stellen. Wonderwoman zum Beispiel stammt vom griechischen Gott Zeus ab und trifft sogar auf Herakles. In den Texten zur Ausstellung hinterfragen wir aber auch das Konzept der Superheldin und des Superhelden.
In welcher Form?
Wir erzählen die Geschichten dahinter. Die Figur des Superman wurde von zwei jungen Zeichnern erfunden, die Söhne jüdischer Immigranten waren: Joe Shuster und Jerry Siegel. Sie waren mit ihren Familien vor den Nazis geflüchtet, erlebten Ausgrenzung und Ablehnung – und haben mit Superman einen idealen Helden ersonnen, der die Träume und Visionen junger Einwanderer verkörpert. Er kommt vom fremden Planeten, ist also ein »Alien«, und versucht, sich mit allen Mitteln anzupassen und wird ein Amerikaner schlechthin.
Was macht einen Helden aus dem Marvel-Universum aus?
Er hat Superkräfte und muss eine Mission erfüllen. Aber er hat immer auch eine andere, eine gebrochene Identität. Peter Parker, die Figur des Spiderman, ist ein Waisenkind, wird ausgegrenzt, erlebt moralische Konflikte. Und ein Superheld hat immer einen Widersacher, das Gute braucht das Böse. Der Gegenspieler von Batman, der Joker, sagt einmal zu ihm: »Ohne mich bist du nichts.« Gerade bei Batman verschwimmen die Grenzen allerdings auch manchmal, er schert sich dann nicht um die Moral.
Ist Jesus aus Ihrer Sicht auch ein Held?
Er ist auf jeden Fall auch eine Figur mit einer Mission und mit besonderen Kräften, er kann heilen und Wunder tun. Aber von mythologischen oder amerikanischen Helden unterscheidet ihn grundlegend, dass er seine Widersacher nicht im Kampf besiegt, sondern gewaltlos handelt, Vergebung übt, alles auf sich nimmt. Er agiert auf einer anderen Ebene, der spirituellen.
Warum war es jetzt wichtig, diese Ausstellung zu machen?
Die Ausstellung gibt Anlass, über unsere Werte nachzudenken: darüber, wofür wir einstehen möchten und was uns Demokratie, Freiheit und Sicherheit wert sind.
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DER ANDERE ORT SCHIFFERKIRCHE AHRENSHOOP
VON HANS-G. DAUBERTSHÄUSER
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Die Schifferkirche auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst wurde mit einfachsten Mitteln 1951 erbaut. Das Holzständer-Bauwerk trägt ein Reetdach, der Westgiebel ist verglast, der Fußboden mit Ziegelsteinen gepflastert. Eine ortsansässige Bildhauerin sorgte für die Innengestaltung. Der freistehende Glockenturm ist ebenfalls aus Holz gebaut, allerdings von zwei großen Stahlplatten umgeben.
An der Decke der Schifferkirche hängen vier Schiffsmodelle, die Glaube, Liebe, Hoffnung und Frieden symbolisieren (gebaut und gestiftet von einem Ahrenshooper Kapitän). Die ungewöhnliche Kirchenarchitektur fasziniert, die Stille und die Geborgenheit des Raumes sind außerordentlich beeindruckend. Gelegenheit, in sich zu ruhen und dankbar zu sein.
Welche Orte erfahren Sie als Glücksorte, Kraftquellen oder Trostplätze? Welche Orte, an denen sich anderes ereignet, begegnen Ihnen auf Reisen oder im Alltag? Wir möchten in dieser Rubrik gern Ihre Orte veröffentlichen: Schicken Sie uns bitte ein Foto mit genauer Ortsangabe an newsletter@anderezeiten.de und schreiben Sie uns ein paar Zeilen dazu, was diesen Ort für Sie besonders macht.
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ANDERE ZEITEN ERLEBEN Wir freuen uns riesig, dass bereits rund 3000 Leserinnen und Leser unsere »Audio-Mut-Werkstatt«, die wir Ihnen im letzten Newsletter zum Hören und Mitmachen angeboten haben, gehört haben! Darin gibt es unter anderem bewegende Musik, die unser Pianist Patriz Brünsch gemeinsam mit dem Techniker Nico Gwozdz (hinten) aufgezeichnet hat. Haben Sie noch nicht gehört? Das sollten Sie unbedingt hier nachholen!
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WITZ DER WOCHE
Die Tochter eines Fußballstars bringt stolz ihr Zeugnis nach Hause: »Papa, mein Vertrag mit der dritten Klasse wurde erfolgreich verlängert.«
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RÜCKSPIEGEL
Oliver Spies erzählte Ihnen in der vergangenen Woche von einer Heldentat an der Supermarkt-Kasse.
Auch Brigitte Leibold hat einen solchen Augenblick der Solidarität erlebt:
Kurz vor Weihnachten 2023 stand ich an der Discounterkasse hinter zwei Jungen, erkennbar mit Migrationshintergrund. Auf dem Band lagen preiswerte Cola und eine große Tüte Chips. Zutaten für einen gemütlichen Abend. Es erinnerte mich an die Einkäufe meiner Kinder, als sie so um die 14 Jahre alt waren. Die zwei hatten wohl ihre gesamten Cents zusammengesucht und gaben sie der Kassiererin. Nach dem Durchzählen war klar, es fehlte eine kleine Summe. Sie begannen in ihren Taschen zu suchen, und ohne lange darüber nachzudenken hörte ich mich fragen, wie viel Geld noch fehlt und gab es der Kassiererin dann. Alle drei schauten mich überrascht an, die zwei Jungen auch unsicher. Mit einem leisen »Thank you« machten sie sich davon. Es war nur ein Euro, der in diesem Moment den Unterschied machte. Aber ich denke, beschenkt fühlten wir uns am Ende alle.
Zu unserem Interview zum Thema »Reiseerinnerungen« schrieb uns Marilies Brinkmann-Brunkal:
Ich habe mit großer Freude das Interview zu den Reisetagebüchern gelesen. Ich kann es nur jedem ans Herz legen, es mal zu versuchen. Wir sind – warum auch immer – 2009 damit gestartet. Und haben nun schon eine ganze Sammlung. Es macht soviel Freude, da immer mal wieder reinzuschauen und Erinnerungen (an manches vergessene) wieder zu erwärmen. Wir haben auch Adressen von Unterkünften, in denen wir uns wohlgefühlt haben, bei Bedarf dort wiedergefunden. Eintrittskarten, Liftkarten, Restaurantquittungen, gepresste Blätter haben dort einen Platz gefunden. Ich habe geschrieben und mein Mann hat manchmal illustriert. Wir sind viel gewandert, jeden Tag gab es viele neue Eindrücke, die so zum Nachspüren festgehalten wurden.
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Wir hoffen, unser Newsletter die andere zeit hat Ihnen gefallen.
Haben Sie bei unserem »Sportquiz« auf D, Fußball, getippt? Dann liegen Sie richtig! Von Fußball ist in der Bibel nicht die Rede, dafür aber vom Laufen (1. Korinther 9,24–25: Paulus spricht vom Stadionlauf), vom Ringen (Genesis 32,23–33: Jakob ringt mit einem Unbekannten), vom Rudern (Markus 6,48: Die Jünger kommen beim Rudern auf dem See Genezareth an ihre Grenzen) und vom Bogenschießen (Genesis 21,20: Ismael wird ein geübter Bogenschütze).
Falls Sie Ideen, Fotos oder Beiträge für einen der nächsten Newsletter beisteuern möchten, freuen wir uns darüber unter newsletter@anderezeiten.de. Herzlich Ihr Andere Zeiten-Team
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© Andere Zeiten e.V. 2026Fischers Allee 18, 22763 HamburgTelefon: 040 / 47 11 27 27
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Telefonisch erreichen Sie uns unter 040 / 47 11 27 27: montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr, freitags von 9 bis 15 Uhr
Herausgeber: Andere Zeiten e.V. – Initiativen zum Kirchenjahr Vertreten durch den Vorstand: Oliver Spies und Florian Theuerkauff Fischers Allee 18, 22763 Hamburg newsletter@anderezeiten.de Verantwortlich: Iris Macke
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