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vom 20. Juni 2026 für die 26. Woche
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Das Quiz • Andere Zeiten erleben • Eine Frage, Frau Samson ... • Leserinnenbild • Der andere Ort • Meine Auszeit • Podcast
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Liebe Leserin, lieber Leser,
vor ein paar Tagen habe ich ein Fest gefeiert. So ein richtig großes. Eins, das sehr lange geplant wurde, sehr viel Vorfreude, notwendige und überflüssige Gedanken, Anspannung und Übermut mit sich gebracht hat, dann ein wunderschöner Tag war – und nun vorbei ist. Und jetzt weiß ich gerade nicht so recht, wie ich nach diesem Fest aufräumen soll. Also, nicht nur die Grußkarten, die Fotos oder den von der Abstellkammer-Decke baumelnden Blumenstrauß. Sondern auch mich, meinen Kopf und meine Gefühle. Ich spüre gerade ganz besonders, dass solche großen Tage nachschwingen wollen, sowohl äußerlich als auch in mir. Normalerweise bin ich vom Typ »ist aus dem Urlaub wieder da und hat zehn Minuten später schon alles ausgeräumt«. Jetzt jedoch stecke ich fest zwischen Davor und Danach – und da ist es wunderbar, dass der Sommer vor der Tür steht und ich mich etwas sortieren kann.
Für eine Weile lasse ich einfach mal alles, wie es ist: ein bisschen durcheinander, ziemlich bunt, nicht so ganz geplant. Ich hangele mich durch die Erinnerungen, lese Karten ein zweites und drittes Mal, stelle das Glasfläschchen mit Nordseesand an einem Tag hierhin, am nächsten dorthin. Finde Notizzettel und unsere To-do-Listen, die vor Kurzem noch relevant waren, und werfe sie ins Altpapier. Tausche mich mit Leuten über das Erlebte aus oder sitze in Stille an einem der langen, hellen Abende auf dem Balkon und lasse meine Gedanken ziellos schweifen. Letzteres könnte ich am liebsten jeden Abend machen: Im Duft des Minzstrauches blicke ich in den Himmel und merke kaum, wie spät es schon ist. (Passend dazu ist just in dieser Woche meine Armbanduhr stehen geblieben.) Eigentlich wünsche ich mir jedes Jahr, mich im Sommer treiben zu lassen und zu sehen, welche alten und neuen Themen in meinem Kopf angespült werden. Vielleicht war ich noch nie so bereit dafür wie in diesem Sommer.
Dieser Newsletter ist der letzte vor unserer Sommerpause. Wir melden uns wieder mit der anderen zeit am 1. August. Falls Sie im Sommer an »anderen Orten« weilen, besondere Momente fotografisch einfangen oder uns von Ihren Erlebnissen berichten möchten, können Sie das wie immer gern mit einer E-Mail an newsletter@anderezeiten.de tun. Den ganzen Sommer über ist jemand von uns in Redaktion und Vertrieb erreichbar und hält die »Stallwache«.
Ich wünsche Ihnen Zeit, um sich treiben zu lassen, den Duft von Sommer in der Nase und die Gelassenheit, manches einfach mal vor sich hinplätschern zu lassen!
Ihre
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Linda Giering Redakteurin Andere Zeiten e.V.
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LESERINNENBILD DER WOCHE
»Strandkorbkunst in Wyk auf Föhr«
DANK AN KATRIN DAGEFÖRDE
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ANDERE ZEITEN ERLEBEN Kofferpacken ist lästig? Nicht mit uns! Noch arbeiten wir daran, aber in Kürze können Sie auf unserer Website einen Koffer voll guter Wünsche und besonderer Accessoires für einen lieben Menschen packen und ihn als Sommergruß verschicken. Wir freuen uns, wenn sich ganz viel leichtes Gepäck auf die Reise macht!
In der nächsten Woche freuen wir uns auf unseren Sommergottesdienst. Am 24. Juni um 18.30 Uhr feiern wir im Garten am frischen Wasser am Großen Eutiner See eine Einstimmung auf die Sommerwochen.
Bei unserem Betriebsausflug in der vergangenen Woche spürten wir auch schon sommerliche Leichtigkeit. Nach dem Auftakt in der Eine-Welt-Kirche in Schneverdingen ging es bei einem geführten Spaziergang mit beschwingten Schritten durch das Pietzmoor.
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IM GESPRÄCH
Eine Frage, Frau Samson ...
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Wenn von Flucht die Rede ist, geht es häufig um Zahlen und politische Debatten. Die Hamburger Gemeinschaft Brot & Rosen behält seit 30 Jahren die Menschen dahinter im Blick. Im »Haus der Gastfreundschaft« leben die Mitglieder mit Geflüchteten zusammen, begleiten sie im Alltag und machen öffentlich auf ihre Situation aufmerksam. Zum Weltflüchtlingstag am heutigen Samstag haben wir mit Judith Samson über ihr Engagement bei Brot & Rosen gesprochen.
Frau Samson, wie lebt es sich im »Haus der Gastfreundschaft«?
Aktuell leben fünf Mitglieder der Kerngemeinschaft mit zehn Gästen zusammen. Herzstück des Hauses ist die große Wohnküche: Da begegnet man sich, kommt ins Gespräch. Unser Leben beginnt morgens mit einer Andacht. Danach geht jede und jeder seinen Aufgaben nach – Deutschkursen, Jobs oder organisatorischen Dingen im Haus. Das Ziel ist immer, dass die Gäste hier nur eine Zwischenstation haben und sich eine eigene Existenz aufbauen können.
Was nehmen Sie aus dem Austausch mit den Gästen mit?
Von den Geflüchteten lerne ich jeden Tag. Besonders beeindruckt mich ihre Geduld etwa im Umgang mit Behörden oder beim Ankommen in einer völlig neuen Umgebung. Viele bringen eine große Fähigkeit mit, sich auf schwierige Situationen einzulassen und trotzdem ihren Weg zu finden. Auch ihr Erfindungsgeist und ihre Kreativität beeindrucken mich. Das erinnert mich immer wieder daran, nicht zu viel auf hohem Niveau zu jammern.
Was hat sich in den vergangenen 30 Jahren verändert?
Es gibt bessere und schlechtere Zeiten für Geflüchtete, je nachdem, welche Regierung man hat. Schon seit einiger Zeit wird es härter und schwieriger. Dieses Gefühl, nicht willkommen zu sein, macht sich bemerkbar. Die Vorstellung, dass wir irgendwann überflüssig werden, weil Menschen aus anderen Ländern selbstverständlich willkommen sind, ist leider noch nicht erreicht.
Was bedeutet Gastfreundschaft für Sie?
Einen Platz zu bieten, an dem Menschen sicher sind. Ein Haus, in dem sie gut versorgt werden und jemanden finden, der ein offenes Ohr hat.
Welche Rolle spielt Ihr christlicher Glaube dabei?
Gastfreundschaft ist für uns ein zentraler christlicher Wert. In der Bibel heißt es: »Vergesst die Gastfreundschaft nicht.« Auch die Erfahrung des Fremdseins spielt eine wichtige Rolle. Jesus hätte vermutlich nicht überlebt, wenn seine Familie in Ägypten kein Asyl gefunden hätte. Davon berichtet ja das Matthäusevangelium. Auf solche Geschichten beziehen wir uns.
Was macht Ihnen Hoffnung?
Wenn Menschen trotz ihrer oft schweren Geschichte nicht aufgeben und in ihre Zukunft investieren. Wenn sie ihren Mut nicht verlieren, ermutigt mich das auch. Hoffnung schöpfe ich aber vor allem aus meinem Gottvertrauen.
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DAS QUIZ
Welcher Tag wird auch als Spargelsilvester oder Sommerweihnacht bezeichnet?
A. Peter und Paul B. Mariä Himmelfahrt C. Johannistag
(Für die Auflösung ganz nach unten scrollen)
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DER ANDERE ORT SCHMALER LUZIN
VON PETRA GROHNERT
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Mein sehr besonderer Ort ist die Feldberger Seenlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern und dort besonders der Schmale Luzin. Dort war ich sowohl schon im Urlaub als auch zur Reha. An meinem Lieblingsplatz am See brauche ich Zeit – sonst nichts. Das Buch bleibt in der Tasche. Gucken reicht. Fühlen, denken, das Nichts hören auch.
Manchmal schickt mich der See in die Ehrfurcht – in meine Tiefen, schickt eine Spontanwelle in meine Augen, weil da draußen alles schweigt und berührt. Kein Wind, kein Blätterrauschen, keine Vogelstimme. Der See – ein ungestörter Spiegel. Die Welt bricht sich in gerader Linie und steht Kopf. Auf einem Foto wüsstest du erst nicht, welche der beiden Welten die wirkliche ist.
Welche Orte erfahren Sie als Glücksorte, Kraftquellen oder Trostplätze? Welche Orte, an denen sich anderes ereignet, begegnen Ihnen auf Reisen oder im Alltag? Wir möchten in dieser Rubrik gern Ihre Orte veröffentlichen: Schicken Sie uns bitte ein Foto mit genauer Ortsangabe an newsletter@anderezeiten.de und schreiben Sie uns ein paar Zeilen dazu, was diesen Ort für Sie besonders macht.
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MEINE AUSZEIT
In den letzten Wochen sind die Gewächse auf meinem Balkon geradezu explodiert. Alles wuchert und sprießt und ich nehme mir jeden Morgen Zeit, die Fortschritte zu begutachten. Dafür schaue ich mir jede Pflanze genau an, zähle die Blüten und Blätter, schnuppere an ihnen und manchmal, wenn ich mich unbeobachtet wähne, spreche ich ihnen eine kleine Ermunterung zu.
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Wir hoffen, unser Newsletter die andere zeit hat Ihnen gefallen. Falls Sie sich in unserem Quiz für Antwort C entschieden haben, lagen Sie richtig. Der Johannistag am 24. Juni gilt nicht nur als Geburtstag von Johannes dem Täufer. Der Tag liegt auch genau ein halbes Jahr vor Heiligabend und wird deshalb manchmal als Sommerweihnacht bezeichnet. Außerdem endet mit dem Johannistag traditionell die Spargelzeit.
Falls Sie Ideen, Fotos oder Beiträge für einen der nächsten Newsletter beisteuern möchten, freuen wir uns darüber unter newsletter@anderezeiten.de. Herzlich Ihr Andere Zeiten-Team
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© Andere Zeiten e.V. 2026Fischers Allee 18, 22763 HamburgTelefon: 040 / 47 11 27 27
newsletter@anderezeiten.de
Kennen Sie schon unseren monatlich erscheinenden Anders Handeln-Newsletter? Die nächste Ausgabe verschicken wir morgen, am 21. Juni. Danach geht auch dieser Newsletter in eine kleine Sommerpause. Sie können ihn hier abonnieren.
Stöbern Sie in noch mehr Texten und informieren Sie sich über unsere weiteren Aktionen und Projekte unter anderezeiten.de.
Telefonisch erreichen Sie uns unter 040 / 47 11 27 27: montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr, freitags von 9 bis 15 Uhr
Herausgeber: Andere Zeiten e.V. – Initiativen zum Kirchenjahr Vertreten durch den Vorstand: Oliver Spies und Florian Theuerkauff Fischers Allee 18, 22763 Hamburg newsletter@anderezeiten.de Verantwortlich: Iris Macke
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