|
Liebe Lesende,
die europäische Automobilindustrie steht unter gewaltigem Druck. Chinesische Überkapazitäten, neue Abhängigkeiten und ein verschärfter globaler Wettbewerb treffen auf Versäumnisse bei Elektromobilität, Batterietechnologie und Digitalisierung. Die EU prüft eine engere wirtschafts- und industriepolitische Zusammenarbeit mit demokratischen Partnern wie Brasilien, Japan, Südkorea und Großbritannien. Europa muss seine handelspolitischen Instrumente entschlossen nutzen, seine industrielle Basis stärken und zugleich offen bleiben für fairen, regelbasierten Handel. Nach der Sommerpause war ich wieder in Niedersachsen unterwegs. Bei Gesprächen mit Unternehmen, Einrichtungen wie der BBS Burgdorf und Veranstaltungen in der Region Hannover wurde deutlich: Europäische Politik wirkt ganz konkret vor Ort – bei Beschäftigung, Innovation, Bildung, Strukturförderung und ländlicher Entwicklung. Im Antikriegshaus Sievershausen habe ich über europäische Fördermittel und konkrete Projekte in der Region informiert. Programme wie LEADER, der ELER oder der ESF+ stärken Regionen, fördern soziale Dorfentwicklung, unterstützen Jugendwerkstätten und schaffen Perspektiven. Ländliche Räume brauchen gezielte Unterstützung – bei Mobilität, Daseinsvorsorge, Digitalisierung und Infrastruktur. Auch bei meinen Unternehmensbesuchen, etwa bei ARTIS in Egestorf, wurde deutlich, wie wichtig Innovation und qualifizierte Arbeitsplätze im ländlichen Raum sind. An der BBS Burgdorf konnte ich mit über 100 Schülerinnen und Schülern über internationale Handelspolitik, die Rolle Europas in der Weltwirtschaft und aktuelle Verhandlungen sprechen. Genau dieser Austausch ist mir wichtig: erklären, wie Europa wirkt, und Impulse aus Niedersachsen mit nach Brüssel nehmen. Morgen setze ich meine Besuche fort. Mit Landratskandidatin Ulrike Witt und dem Landtagsabgeordneten Alexander Saade bin ich zu Gast bei der Martin Christ Gefriertrocknungsanlagen GmbH und Sigma Laborzentrifugen GmbH in Osterode, dem „Zentrifugen-Mekka der Welt“. Anschließend besuche ich mit dem Landtagsabgeordneten Christoph Willeke die H.C. Starck Tungsten GmbH in Goslar. Dort geht es um das Recycling von Batteriematerialien. Schließlich bin ich auf Einladung des Landtagsabgeordneten Constantin Grosch in Hessisch-Oldendorf und tausche mich mit Unternehmerinnen und Unternehmern über die EU-Verpackungsverordnung aus. Europa beginnt nicht erst in Brüssel oder Straßburg. Europa steckt im Alltag: im Ladekabel fürs Handy, im sauberen Wasser aus dem Hahn, in Rechten im Nebenjob, im Erasmus-Semester, in Klassenfahrten ohne Grenzkontrollen oder im Roaming im Urlaub. Mit der aktualisierten Neuauflage meines Flyers „Europa hautnah. Wie die EU unseren Alltag gestaltet“ möchte ich genau das zeigen. Am Beispiel von Lina, Jonas und Sozdar wird deutlich, wie konkret die EU das Leben junger Menschen stärkt.
Herzlichst
|