Baupreise in Thüringen steigen weiter deutlich
Die Bauleistungspreise für Wohngebäude in Thüringen sind im August 2026 weiter gestiegen. Gegenüber August 2025 verteuerte sich der Neubau von Wohngebäuden um 6,2 Prozent. Im Vergleich zum Mai 2026 betrug der Anstieg 1,4 Prozent. Der Baupreisindex für Wohngebäude erreichte damit 154,8 Punkte (Basis 2021 = 100). Besonders dynamisch entwickelten sich die Ausbauarbeiten mit +6,9 Prozent, während die Preise für Rohbauarbeiten um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr stiegen.
Als wesentliche Gründe werden höhere Material-, Lohn- und Energiekosten sowie der Fachkräftemangel genannt.
Auch für die Bewirtschaftung des Bestands bleibt die Kostenentwicklung angespannt: Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden verteuerten sich gegenüber August 2025 um 6,8 Prozent, Schönheitsreparaturen in Wohnungen um 6,3 Prozent. Gegenüber Mai 2026 stiegen die Instandhaltungspreise nochmals um 1,7 Prozent, bei Schönheitsreparaturen sogar um 3,8 Prozent.
Eine Auswahl besonders auffälliger Veränderungen gegenüber August 2025 zeigt die weiterhin unterschiedliche Entwicklung einzelner Gewerke:
- Abdichtungsarbeiten: +10,4 %
- Elektro-, Sicherheits- und informationstechnische Anlagen: +9,8 %
- Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen: +9,4 %
- Gebäudeautomation: +9,3 %
- Rollladenarbeiten: +9,1 %
- Dachdeckungsarbeiten: +6,4 %
- Zimmer- und Holzbauarbeiten: +6,2 %
- Aufzugsanlagen, Fahrtreppen, Fahrsteige und Förderanlagen: −0,3 %
Damit zeigen insbesondere technische Ausbaugewerke weiterhin überdurchschnittliche Preissteigerungen. Die Aufzugs- und Fördertechnik ist das einzige Gewerk, für das das TLS in der Pressemitteilung ausdrücklich einen leichten Preisrückgang nennt.
Weitere Informationen: Vollständige Pressemitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik Detaillierte Datentabelle – Baupreisindizes August 2026 Zeitreihe der Baupreisindizes ab 2021
Ihr Ansprechpartner ist Maximilian Laue.
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