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Der 31. Dezember ist für viele Menschen ein besonderer Tag.

Ein Tag, der uns fast automatisch dazu einlädt, zurückzublicken.
Zurück auf etwas, das einen Namen trägt.
Zurück auf ein Jahr.
In unserem Fall auf das Jahr 2025.

Dieser Rückblick ist selten neutral.
Er bringt Gefühle hervor.
Er bringt Erinnerungen mit sich.
Er weckt Emotionen.

Für viele ist der 31. Dezember ein Tag des Innehaltens.
Ein Tag des Vorbereitens.
Ein Tag des Überlegens.

Ganz oft beginnen diese Gedanken im Außen:
Wie verbringe ich diesen Tag?
Was mache ich heute?
Was bereite ich vor?
Welches Abendessen wird es geben?
Wo gehe ich hin?
Mit wem möchte ich diesen Abend teilen?

Das sind die sichtbaren, die greifbaren Dinge.

Und doch trägt dieser Tag für viele Menschen eine viel tiefere Bedeutung in sich.

Der 31. Dezember ist für manche ein Tag, an dem vieles verdeckt wird.
Dinge, die über das ganze Jahr hinweg passiert sind.
Erlebnisse, die unangenehm waren.
Momente, die Schmerz verursacht haben.
Situationen, die Angst gemacht haben.
Oder auch Augenblicke, die peinlich waren und die man am liebsten vergessen möchte.

Manchmal sind es kleine Begebenheiten.
Manchmal sind es große Verletzungen.
Und manchmal sind es Momente, in denen wir selbst andere verletzt haben.

Gerade Menschen, die in einem Jahr viel durchlebt haben, nutzen diesen Tag oft unbewusst dafür, etwas zuzudecken.
Mit Sätzen wie:
„Gott sei Dank ist dieses Jahr vorbei.“
„Streichen wir alles.“
„Nächstes Jahr wird besser.“
„Das neue Jahr wird besser.“

Diese Worte sind verständlich.
Und sie entstehen aus einem tiefen Wunsch nach Erleichterung.

Für andere Menschen ist dieser Tag hingegen von Freude getragen.
Von Staunen.
Von Dankbarkeit.

Ein Tag, an dem Gedanken auftauchen wie:
„Was für ein Jahr.“
„Wie wundervoll war es.“
„Wie erfüllend.“
„Wie reich an schönen Momenten.“

Auch hier entstehen Wünsche:
„Hoffentlich wird das nächste Jahr genauso gut.“
Oder:
„Ich freue mich auf das neue Jahr – und ich glaube, es darf mindestens genauso schön werden.“

So unterschiedlich diese Empfindungen auch sind – eines verbindet sie alle.

Der 31. Dezember darf ein Einkehrtag sein.
Ein Tag, an dem wir zu uns selbst zurückkehren.

Unabhängig davon, was das vergangene Jahr gebracht hat.
Ob es kleine Herausforderungen waren.
Große Umbrüche.
Schwere Erfahrungen.
Oder wundervolle, lichtvolle Ereignisse.

Dieser Tag lädt uns ein, nach innen zu schauen.
Zu spüren.
Und Dankbarkeit zu empfinden.

Denn nichts geschieht einfach nur so.

Alles, was uns begegnet.
Alles, was uns berührt.
Alles, was uns demütig macht.
Alles, was uns zornig werden lässt.
Alles, was uns emotional bewegt –
trägt eine Bedeutung in sich.

Wenn wir etwas verlieren.
Wenn wir Menschen verlieren.
Wenn wir Katastrophen erleben.
Oder wenn wir Schönes erfahren dürfen.

All diese Erfahrungen hinterlassen Spuren.
Sie hinterlassen Erinnerungen.
Und sie hinterlassen etwas Neues.

Auch dann, wenn etwas furchtbar war, entsteht daraus eine Möglichkeit.
Eine Möglichkeit, etwas zu verändern.
Eine Möglichkeit, bewusster zu werden.
Eine Möglichkeit, uns selbst tiefer wahrzunehmen.

Jede Situation hinterlässt ein Spüren.
Ein Fühlen.
Eine Gewissheit.

Und diese Gewissheit erinnert uns daran:
Nimm dich selbst wahr.
Nimm dein Tun wahr.
Und sieh das, was um dich geschieht, als Einladung, es bewusst und positiv zu betrachten.

Alles, was uns berührt, kann uns lehren:
offen zu sein,
Freude zu empfinden,
zu verzeihen,
zu vergeben,
und immer wieder zu uns selbst zurückzufinden.

Aus diesem Spüren entsteht Dankbarkeit.
Eine stille, tiefe Dankbarkeit.

Und genau aus dieser Dankbarkeit heraus kann man einem Tag wie dem 31. Dezember mit Ruhe begegnen.
Mit Gelassenheit.
Und mit einer ganz persönlichen, stillen Freude.

Mit dem Gedanken:
Es darf sich jetzt etwas abschließen.
Es darf zur Ruhe kommen.
Und gleichzeitig darf sich etwas Neues öffnen.

Etwas Aufregendes.
Etwas Spannendes.
Etwas Wunderschönes.
Etwas Liebevolles.

In diesem Sinne wünsche ich dir einen achtsamen 31. Dezember.
Einen Tag des Innehaltens.
Einen Tag bei dir selbst.

Herzlich
Karin
Studio Karin Hainzer – Humanenergetik & Heilmassage, Lienz

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