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Der Frühling bringt Bewegung in die Natur.
Die Bäume steigen wieder in ihre Kraft, der Saft beginnt zu fließen und auch die Rinde trägt eine besondere Lebendigkeit in sich.

Eine dieser besonderen Pflanzen ist die Weide.

Wenn ich an die Weidenrinde denke, entstehen vor meinem inneren Auge Bilder aus einer sehr alten Zeit. Bilder von Menschen, die mit einfachen Mitteln und großem Vertrauen in die Kraft der Pflanzen gelebt haben.

Die Rinde der Weide wurde vorsichtig vom Baum gelöst.
Gerade im Frühling gelang das besonders leicht, weil die Natur selbst voller Saft und Bewegung ist.

Die Menschen legten die frische Rinde in Leinentücher und zerstießen sie mit einem Stein oder mit einem kräftigen Stock.
Dabei trat der Pflanzensaft aus der Rinde aus und verband sich mit dem Stoff des Tuches.

Diese Tücher wurden auf unterschiedliche Weise verwendet.

Manchmal blieben die Leinentücher trocken.
Die zerstoßene Rinde wurde direkt im Tuch verarbeitet und anschließend rund um beanspruchte Körperstellen gewickelt. Menschen nutzten diese Pflanzenkraft zum Beispiel im Schulterbereich oder rund um Abschürfungen, während sie ihren Alltag weiterführten.

Ein anderes Mal tauchten die Menschen die Leinentücher zuerst in Wasser.
Danach wurde die Rinde darin zerstoßen und das Tuch als Bauch- oder Rückenwickel aufgelegt.

Warme Tücher oder erwärmte Steine kamen darüber.
Die sanfte Wärme ließ das Wasser im Tuch angenehm warm werden und die Pflanzenkraft der Weidenrinde konnte sich besonders gut entfalten.

So begleiteten diese Wickel Menschen in intensiven Lebensphasen, bei körperlicher Anstrengung oder in Zeiten, in denen der Körper Ruhe und Unterstützung suchte.

Diese Bilder zeigen etwas sehr Schönes.
Menschen lebten in enger Verbindung mit der Natur und nutzten die Pflanzen als Begleiter im Alltag.

Auch die Weide selbst trägt eine besondere Symbolik in sich.
Sie steht fest verwurzelt am Wasser, wächst kraftvoll in den Himmel und bewegt sich doch flexibel mit Wind und Wetter. Gerade diese Mischung aus Stabilität und Beweglichkeit macht sie zu einem starken Sinnbild für das Leben.

Im Energiefeld wird die Weide oft mit Ausgleich, Ruhe und innerer Stabilität verbunden.
Sie erinnert daran, dass Kraft und Flexibilität gleichzeitig existieren dürfen.

Gerade im Frühling zeigt uns die Weide, wie sich neue Lebendigkeit entfalten kann.
Der Baum steht ruhig und kraftvoll da und trägt doch die Fähigkeit in sich, sich mit jeder Bewegung der Natur mitzuschwingen.

Manchmal genügt schon ein kurzer Moment in der Natur, ein Blick auf einen Baum oder das bewusste Wahrnehmen einer Pflanze, um diese Verbindung wieder zu spüren.

Die Natur ist voller Begleiter.

Und viele Pflanzen tragen eine Weisheit in sich, die Menschen seit Generationen begleitet.

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