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Aufmerksamkeit und Veränderung

 

Oft erzählen mir Menschen, wie sehr sie die Entwicklungen in der Welt beschäftigen. Ob es dabei um Politik oder Nachrichten geht, um wirtschaftliche Veränderungen oder auch um gesellschaftliche Spannungen, die einen treffen.

Diese Gedanken nehmen einen großen Raum ein.

Das ist verständlich.

Schließlich leben wir mitten in einer Welt, die so chaotisch und unverständlich ist, wie wir sie uns gar nicht vorstellen wollen.

Doch während einem dieser Gespräches wurde mir wieder etwas sehr deutlich nahegebracht und bewusst gemacht.

Wir können stundenlang über Dinge sprechen, die außerhalb unseres Einflussbereiches liegen.

Wir können uns ärgern, uns Sorgen machen oder versuchen, alles zu verstehen und jedem zu helfen.

Unser Kopf unterscheidet dabei jedoch nicht, ob eine Belastung direkt vor uns steht oder nur in unseren Gedanken existiert.

Unser Gehirn nimmt die Ereignisse und die Gespräche, die wir mittels Medien oder mit Freunden und Bekannten führen, als existent wahr.

Es reagiert auf beides, auf das Tatsächliche und auf das Gehörte, als sei es real.

Oft zeigt sich das genau in unserem körperlichen Empfinden.

Der Bauch wird zum Beispiel unruhig, der Schlaf verändert sich, unsere Schultern verspannen sich, der Kopf schmerzt und die Gedanken drehen sich im Kreis.

Wie können wir uns dabei helfen?

Es gibt da eine ganz einfache Frage, die ich mir selbst immer wieder stelle:

Kann ich daran heute wirklich etwas ändern?

Wenn die Antwort Ja lautet, dann darf ich handeln.

Wenn die Antwort jedoch Nein lautet, dann darf ich, so gut ich es vermag, meine Aufmerksamkeit wieder dorthin lenken, wo ich tatsächlich etwas bewirken kann.

Sei es durch das einfache Aufstehen und Weggehen von dieser medialen Flut, um zum Beispiel einen Newsletter zu schreiben.

Ich könnte mich auch meinem eigenen Körper zuwenden und mir etwas Gutes tun oder meiner Familie, gedanklich vielleicht meiner Arbeit oder einfach den Menschen widmen, denen ich heute begegne.

Denn genau dort beginnt die Veränderung.

Ich brauche keine lauten Diskussionen, um etwas zu verändern.

Es reichen kleine Entscheidungen des Alltags, wie zum Beispiel Ruhe statt Aufregung, Klarheit statt Angst.

Ich entscheide mich zum Beispiel dafür, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.

Jede Energie, die wir bewusst in unser eigenes Leben investieren, ist gewinnbringend, strahlend, freudig und kraftvoll.

Und sie fehlt dem Sorgenkarussell.

Sie wird den negativen Energien entzogen und wandelt sich in Positives um.

Vielleicht ist genau das einer der wichtigsten Schritte in dieser Zeit: weniger Energie an Dinge zu verlieren, die wir nicht steuern können und sollen.

Und mehr Kraft in das zu geben, was jeden Tag in unseren eigenen Händen liegt.

Herzlichst 

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