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Wie zu erwarten wird der Bucheinzelhandel mittlerweile stark von den großen Filialisten wie Thalia und Hugendubel dominiert. Neben diesen deutschlandweiten Marktführern gibt es noch einige regionale Filialisten wie z.B. Osiander in Süddeutschland oder Heymann im Norden. Dass es zu einer so großen Konzentration kommen konnte liegt auch an der Buchpreisbindung in Deutschland. Im Buchpreisbindungsgesetz heißt es im Paragraf 1 zu dessen Zielsetzung:
„Das Gesetz dient dem Schutz des Kulturgutes Buch. Die Festsetzung verbindlicher Preise beim Verkauf an Letztabnehmer sichert den Erhalt eines breiten Buchangebots. Das Gesetz gewährleistet zugleich, dass dieses Angebot für eine breite Öffentlichkeit zugänglich ist, indem es die Existenz einer großen Zahl von Verkaufsstellen fördert.“
Die Ausschaltung des preislichen Wettbewerbs zwischen Buchhändlern führt dann allerdings auch dazu, dass Fusionen jeglicher Größenordnung kartellrechtlich nicht zu beanstanden sind. Der (einzige) Wettbewerb findet damit über die Angebotsauswahl/-vielfalt und v.a. die Beratung statt.
Damit komme ich zum eigentlichen Punkt: In Deutschland gibt es (im Jahr 2022) in Summe immer noch 2.903 Unternehmen im Bucheinzelhandel, neben den großen Ketten also viele eigenständige Buchhandlungen vor Ort. Deren Anzahl sinkt zwar kontinuierlich von über 5.000 zu Beginn des Jahrhunderts. Aber deren kulturelle Bedeutung ist weiterhin nicht zu unterschätzen.
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