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gewöhnt, so dass die bis zu 4% Zinsbelastung heute als sehr hoch angesehen wird. Durch die vielen Krisen der letzten Jahre hat die Risikobereitschaft und die generelle Zuversicht auf eine gute Zukunft wohl auch gelitten, da wird vieles schwarz gesehen was es in Wirklichkeit gar nicht ist.
Aber auch harte Fakten tragen zu dieser Einschätzung bei: Da sind einmal die gestiegenen Kaufnebenkosten, vor allem die Grunderwerbssteuer. Bis 1983 war selbst genutztes Eigentum in Deutschland sogar ganz von der Grunderwerbssteuer befreit. Seitdem diese Steuer zur Ländersache geworden ist belastet sie erheblich mit 3,5 bis 6,5% vom Kaufpreis! Zum anderen begünstigte der Staat über viele Jahrzehnte hinweg den Eigentums-erwerb. So konnte zum Beispiel mit der Eigen-heimzulage in den Jahren 1995 bis 2005 eine mehrköpfige Familie bis zu 20% der Hauskosten als Zuschuss vom Staat erhalten. Gemessen daran sind die aktuellen Fördermaßnahmen nicht der Rede wert.
Daneben sind aber auch die Ansprüche höher geworden. So ist die durchschnittliche Wohnfläche pro Person in den vergangenen dreißig Jahren laut Statistischem Bundesamt um 37% gewachsen. Mehr beanspruchter Wohnraum verteuert natürlich den Kauf der gewünschten Immobilie. Daneben wird der jüngeren Generation unterstellt, sie wolle oder könne sich für den Immobilienkauf zu Lasten anderer Konsumausgaben nicht mehr so einschränken.
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