Ich hasse alles, was rund ist. Glauben Sie mir...alles! Normalerweise gehe ich nicht mehr in die Stadt. Dort ist alles rund. Ampeln, Gullydeckel, das ergibt sich ja sofort. Aber  dann gibt es noch runde Spiegel in der Brillenabteilung im Kaufhaus. - Wo glauben Sie, wo ich nicht mehr hingehe? - Zum Glck brauche ich keine Brillen. Eckige sind ohnehin aus der Mode. 
In meiner Wohnung gibt es keine Kissen, geschwungene Vasen oder gar Sofas. Alle Schrnke haben klare Ecken, Kanten, Linien. Wenn man nachts in der Dunkelheit rumluft, stt man dagegen. Und am nchsten Morgen hat man einen blauen Fleck. Ich brauche die blauen Flecken, damit ich wei, dass in meiner Wohnung immer Ecken sind. Auch, wenn ich schlafe. Manchmal stoe ich absichtlich mit meinem Schrank zusammen, genau an der Ecke. Und zwar, wenn es mir nicht gut geht. Wenn ich also drauen war und im Supermarkt das ganze runde Obst gesehen habe. Diese perfekten, runden, grnen pfel in der Obstabteilung, nicht zu erwhnen die Orangen. 
Wenn ich also dieses ganze runde Obst gesehen habe, brauche ich den Schrank. Mit seinen Ecken. Ich hoffe, dass eines Tages die Haut nicht zurckspringt. Die merkt sich ihre runde Form. Aber einmal wird die Kante bleiben.  
Frher haben mir runde Formen nichts ausgemacht. Da war ich noch Ball-Jongleur in der Stadt. Nach fnf Jahren konnte ich diese Blle nicht  mehr sehen. Deswegen bekam ich ein Magengeschwr. Bei jedem Gedanken an die Blle bekam ich Krmpfe. Die lagen immer in der Hand oder flogen  durch die Luft. Widerlich runde Blle. Daraufhin hatte ich wieder Anrecht auf Sozialhilfe. Deswegen musste ich nicht mehr jonglieren.