Welch liebliche Augenweide mein Garten doch ist, das muss ich auch  heute Morgen wieder gestehen, blicke ich um mich herum, whrend ich mitten auf der frischen Wiese stehe und die Sonne meine Haut angenehm streichelt.
Und hier: meine wunderschne Rosensammlung, die ich sorgfltig und mit Bedacht ausgest habe. Mit diesen Zwergbengal-Rosen begann ich zu zchten. Und wie nicht anders zu erwarten, als Krnung der Blumenwelt, die Crimson Glory wie immer reich blhend mit ihren groen gefllten und dunkelroten Blten. Ein Traum, nicht wahr? Und dieser Duft...
Ja, ich kann mir Ihr Erstaunen gut vorstellen, ihre Neugier nachempfinden. Warum sollte ein gestandener Mann wie ich wohl mitten auf dem Rasen stehen und sich freuen? Doch schauen Sie doch einfach mal ber den Holzzaun, der Ihnen ein wenig die Sicht versperrt. Und vor allen Dingen, kommen Sie nher, treten Sie heran und lassen Sie Ihren Blick ber das herrliche frische Grn des Rasens und die Blumenbeete vor dem Zaun und in meinem Rcken schweifen. Die waren Ihnen entgangen, nicht wahr? Gerade die Blumenbeete in meinem Rcken, diese weichen Formen, die ihre Farben bilden, entdeckt man zunchst gar nicht so leicht. Betrachten Sie meinen kleinen Park, meinen Ort der Erholung ganz genau. Er ist jeden Augenblick wert.
Oh, guten Morgen, junger Mann. Mchten Sie auch einen kurzen Blick ins Paradies riskieren? Nein, nein, ich darf sicherlich hier auf meinem wunderschn frischem Grn stehen. Ein Schild? Jeder darf meinen Garten betreten, da bin ich ganz offen und frei. Das Schild? Nun ja, manchmal muss sich auch so ein Garten erholen, wissen Sie? Das Gras lebt doch und atmet, wenn zu viele Gste hier Erholung suchen, knnte das den Halmen schaden.
Atmen Sie! Atmen Sie! - Bitte? Zur Stadt? Hier sollen Sie auf dem Weg zur Stadt vorbeifahren? - Da werde ich Ihnen sicherlich nicht helfen knnen. Ich fahre nicht so oft in die Stadt. Wollen Sie sich nicht lieber ins Grn setzen? Immer nur hinein ins Paradies.
Jetzt hren Sie doch endlich auf mit Ihren Nrgeleien auf! Ich kann Ihnen auch nicht sagen, wie Sie zur Innenstadt kommen. Ich habe jetzt auch gar keine Lust, mich mit derartigen Kindereien zu beschftigen. Sehen Sie denn nicht...ja, meine Dame, treten Sie ruhig nher, ist das nicht ein wunderbarer Garten?
Was denn? Wie reden Sie von meinem Garten? - Ich kenne keinen Kreisverkehr. Das ist mein Garten! Merken Sie sich das! Und Sie sollten ihn sich besser auch mal genauer ansehen! Kreisverkehr! Betreten verboten! ffentliche Grnfl...
Welch liebliche Augenweide mein Garten doch ist, das muss ich auch  heute Morgen wieder gestehen, blicke ich um mich herum, whrend ich mitten auf der frischen Wiese stehe und die Sonne meine Haut angenehm streichelt.